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"In der Corona-Krise sind die Freiwilligen eine enorme Unterstützung"

LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar fordert Wertschätzung und Anerkennung für die Freiwilligendienste

 

 

Über 600 Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst im Saarland absolvieren, unterstützen derzeit die Mitarbeitenden in Senioren-Einrichtungen, Krankenhäusern oder Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen oder für Kinder und Jugendliche bei ihrer Arbeit. Angesichts der Corona-Pandemie macht die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar auf das wichtige Engagement dieser Freiwilligen in Einrichtungen aufmerksam, die derzeit besonders gefordert sind. „Freiwilligendienste fangen oft auf, was angesichts der Belastung der Mitarbeitenden leider oft zu kurz kommen muss: den Menschen zuhören, über ihre  Ängste reden, sie beruhigen, ihnen vorlesen, mit ihnen spielen und vieles mehr“, sagt Udo Blank, Vorsitzender der LIGA Saar. „Gerade in der Corona-Krise sind die Freiwilligen eine enorme Unterstützung.“ Er wünscht sich deshalb mehr Wertschätzung und Anerkennung für die Freiwilligendienste durch Politik und Gesellschaft. 

Dazu gehört etwa die langfristige Absicherung der Freiwilligendienste durch Fördermittel des Bundes und damit Planungssicherheit für die Träger. Die sei im BFD derzeit gar nicht gegeben, erläutert Melanie Müller, Vorsitzende des Fachausschusses Freiwilligendienste der LIGA. Die Zusage des Bundes für das FSJ laufe bis 2023. Sie fordert zudem den Bund auf, die Freiwilligendienste besser zu bewerben, damit mehr Menschen sich dafür entscheiden. Weitere Forderungen sind die kostenlose Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für alle Freiwillige, die Anerkennung als Vorpraktikum in sozialen Berufen, etwa der Erzieherin oder des Erziehers, sowie eine bessere Anrechnung auf den Numerus Clausus auch außerhalb von sozialen Berufen.

„Viele Freiwillige haben bei einem FSJ oder BFD wertvolle Erfahrungen fürs Leben gesammelt“, weiß  Müller aus Gesprächen mit ehemaligen Absolventinnen und Absolventen. Insgesamt absolvieren derzeit rund 900 Menschen im Saarland einen Freiwilligendienst. "Die Träger bieten ihren Freiwilligen eine professionelle Praxisbegleitung sowie Seminare zur Weiterbildung und zur Reflexion des Einsatzes“, erläutert Müller. Zudem erhalten alle, die einen Freiwilligendienst absolvieren, monatlich ein Taschengeld, je nach Träger zwischen 300 und 400 Euro. Außerdem werden die Sozialversicherungsbeiträge übernommen.

Weitere Fragen beantwortet gerne Melanie Müller, Telefon 0681/3885-293, Mobil 0175 7514840, E-Mail: melanie.mueller@paritaet-rps.org. Sie vermittelt auch Freiwillige, die über ihre derzeitige Arbeit, beispielsweise in Senioren-Einrichtungen, berichten. 

 

Saarbrücken, 05. Mai 2020

 


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